Auf ein Wort – zum Abschied

von Lothar

Es ist erreicht, es ist vorbei,
Reiseende ist Shanghai.
Gilt für Eurasien, das ist klar,
Ich jedenfalls , fands wunderbar.

Ich fang mal mit AVANTI an,
mit Ina, Toli, Christian,
Hans-Peter, der das Kind geboren,
sie alle waren auserchoren,
uns durch eine Welt zu fahren,
die unbekannt den meisten war.

Die Müh’ , die sie sich aufgeladen
war manchmal Last, doch muß ich sagen,
sie hab’n fast alles hingekriegt,
und wenn sie kam mal, die Kritik,
dann war sie konstruktiv gemeint,
denn das ist das, was uns vereint.

Als Christian ging und Stefan kam,
fing alles fast vorne an,
Almaty war die Wechselstelle,
Renee’ und Irma, Gisela,
Mandy, Achim und Estella,
Karla und Jogi überhaupt,
die wurden einfach ausgetauscht.

Es kam die Sigrid und ihr Klaus,
in unser tolles Reisehaus,
davor schon Martha und auch Gudrun,
sie hatten nicht mehr viel zu tun,
denn alle spürten blitzesschnelle,
hier schwimmt man auf einer Welle.

So hab’n sich alle toll ergänzt,
und niemand wurde ausgegrenzt.
Hans-Peter hat es prophezeiht,
es kommt der Tag,  mit etwas Streit,
doch siehe da und wunder dich,
Hans-Peter irrt, ihr glaubt es  nicht.

Potz, Blitz, hab ich’s doch fast vergessen,
da ist noch eine ganz versessen,
mit zu uns an Bord gekommen,
Doro,  war uns sehr willkommen.
Hat  sie mit ihrem China-Wissen,
uns präsentiert manch Leckerbissen,
ohne die wir- unerfahren-
geblieben wär’n, wie wir halt waren.

Nimm eines mit auf Deinem Weg,
Du bist noch jung, nichts ist zu spät,
hast wieder Du ‘ne alte Fracht,
dann führe sie mit aller Macht,
hin zu Deinen Leckerbissen,
stopf sie zu mit Deinem Wissen,
sie wollen hör’n an jedem Ort,
aus Deinem Mund das weise Wort.

Nun möchte ich noch die benennen,
die mitgemacht das ganze Rennen.
Da ist die liebe Adelheid,
die stets und immer ist bereit,
dir Auskunft über das zu geben,
was an Wissen fehlt im Leben.

Da ist Brigitte aus der Schweiz,
für sie war’s ein besonderer Reiz,
mit dem Computer klar zu kommen,
es gelang ihr fast vollkommen.

Da ist die Helga , die ganz ruhig,
die Dinge nimmt, wie sie halt kommen,
die, mit Brigitte nicht bekannt,
in ihr ‘ne neue Freundin fand.

Virginia aus dem Münsterland,
hat viele Sachen in der Hand.
Das hättet ihr mal sehen sollen,
wenn China-Männeraugen rollen,
weil sie zwei blonde Frau’n erblicken,
und alle sich daran erquicken.

Denn auch die Anke aus dem Norden,
kennt diese Blondinensorgen.
Die beiden hatten auf der Reise ,
für uns eine spezielle Speise.
Geburtstage war’n angesagt,
auch wenn das Alter etwas plagt,

Brigitte, die das auch durchmachte,
konnte sogar zweimal feiern,
erst im April und dann im Mai
wir war’n ganz gern zweimal dabei.

Und jetzt bist du dran, liebe Hilde,
Du bist ganz ruhig, stets im Bilde,
lachst in Dich rein, wenn’s Dir gefällt,
und weißt genau, wenn einer bellt,
dann beißt der Hund noch lange nicht,
schreibt er auch manchmal ein Gedicht.

Ja, Christophe, als du eingestiegen,
da warst Du wirklich sehr verschwiegen,
hast ständig mit dem i-phone nur,
Dich unterhalten wollen und bist stur
und wie wir wissen, ohne Reue,
wirklich jeden Tag aufs neue,
mit dem Ding in Deiner Hand,
nicht nur zum Frühstücken gerannt.

Einmal – verdutzt hab ich geguckt,
hast Du das Ding ja fast verschluckt.
Das wäre sicher gut gewesen
für Dich und auch die anderen Wesen,
die Dich zum sprechen animierten,
und Dich so langsam dazu führten,
das Du nicht nur allein mit Dir,
getrunken hast, das viele Bier.

Am Abend, neulich, konnt ich lernen,
Du warst geradezu am Schwärmen,
lobtest Dich, den Eidgenossen,
der tagtäglich,  unverdrossen,
Deutsche neben sich ertrug,
9 Wochen lang , es ist genug,
hast lachend Du zu uns gesagt,
die alle, wirklich ungefragt,
auch Dich so lang ertragen haben,
willst Du Freundschaft, mußt Du wagen.

Nun hab’ ich alle wohl erwähnt,
die Einen mehr, die Anderen weniger,
vielleicht habt Ihr dabei gegähnt,
drum wacht jetzt auf, Ihr seid die Sieger,
habt diese Reise mitgemacht,
habt mal gemurrt  und viel gelacht,
habt soviel Neues auch erfahren,
kennt Menschen jetzt, die fremd Euch waren,
habt mitgeformt die tolle Gruppe,
niemals war Euch etwas schnuppe.

Und wenn ich Euch zum Abschied sag,
daß ich Euch alle wirklich mag,
wie Ihr mich – Kulturbanause-
empfangen habt nach meiner Pause,
das war famos, ich war gerührt,
Ihr habt das sicher auch gespürt.

Ich hab versucht auf meine Weise,
etwas beizutragen zu der Reise.
Ist’s mir gelungen, freut es mich,
ich grüß Euch alle und auch Dich.

Lothar

 

2 comments to Auf ein Wort – zum Abschied

  1. Lieber Lothar,
    fürwahr,
    wie Du einzelne charakterisiert.
    hat mich köstlich amüsiert!
    Ich hoffe auf ein Wiedersehn
    mit den Jungs und Mädels – das wär’ schön.
    (“Supergenial”
    sagt Hans-Peter allzumal…)

  2. anke sagt:

    Lieber Lothar, das sind schoene Worte zum Abschied aus der Busrunde. An alle, weiterhin Gruesse aus Shanghai

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