{"id":872,"date":"2013-05-25T13:15:46","date_gmt":"2013-05-25T11:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=872"},"modified":"2018-05-22T09:27:25","modified_gmt":"2018-05-22T07:27:25","slug":"besuch-eines-weltkulturerbes-die-mogao-grotten-bei-dunhuang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=872","title":{"rendered":"Besuch eines Weltkulturerbes: Die Mogao-Grotten bei Dunhuang"},"content":{"rendered":"<p>Von Adelheid<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck auf der Dachterrasse unseres Hotels mit Blick auf die &#8222;Singenden D\u00fcnen&#8220; fuhren wir zu den etwa 20 km entfernt liegenden Mogao-Grotten.<br \/>\nFr\u00fche buddhistische Pilgerm\u00f6nche hatten sich hier inmitten der W\u00fcste niedergelassen und Grotten in den Felsen gehauen. Vom 4. bis zum 14. Jahrhundert hatten sie diese in m\u00fchevoller Arbeit mit Lehm verkleidet, mit Wandmalereien versehen, Statuen aus dem Felsen gehauen oder aus Ton bzw. Lehm hergestellt und angemalt. \u00dcber 1000 Grotten wurden im Laufe der Jahrhunderte auf diese Weise in mehreren Etagen \u00fcbereinander in den Felsen gehauen, eine unermessliche Quelle f\u00fcr das damalige religi\u00f6se Denken, aber auch f\u00fcr Flora, Fauna und Alltagsleben. Erst 1907 entdeckte der Brite Aurel Stein die vergessenen Grotten, woraufhin der Wettlauf der Arch\u00e4ologen um die Wandbilder und kostbaren Manuskripte begann, die sich nun zum Teil verstreut in den Museen aller Welt befinden&#8230;<br \/>\nZum Gl\u00fcck f\u00fcr uns kann man immer noch fast 500 Grotten besichtigen, wobei unsere F\u00fchrerin sich auf etwa ein Dutzend beschr\u00e4nkte. Die junge Chinesin hatte erst zwei Jahre lang Deutsch gelernt; sie sprach langsam, manchmal mussten wir nachfragen, sie wiederholte eifrig unsere Verbesserungsvorschl\u00e4ge. Aufmerksam h\u00f6rten wir zu, hatten dabei viel Zeit zum Schauen und konnten uns auch unsere eigenen Gedanken machen.<br \/>\nWir erkannten den Buddha der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft, wir sahen die endlosen Reihen von frommen Stiftern, \u00e4hnlich unseren Stifterabbildungen, wir erfreuten uns an der Darstellung von Legenden sowie von frohen Festgesellschaften mit T\u00e4nzern und Musikanten. Grimmige Krieger und D\u00e4monen bewachten die Eing\u00e4nge mancher Grotten, die damaligen H\u00e4usern nachempfunden waren, und an der Decke schwebten Apsaras, Engel, einmal im rasanten Flug, dann wieder mit langsamem Fl\u00fcgelschlag, und die &#8222;ausl\u00e4ndischen&#8220; Engel besa\u00dfen gar keine Fl\u00fcgel&#8230;<br \/>\nMit &#8222;Ausland&#8220; sind die L\u00e4nder der Seidenstra\u00dfe, wie zum Beispiel der Iran, gemeint, w\u00e4hrend der aus Indien stammende Buddhismus mit einheimischen Vorstellungen, aber auch tibetischen Einfl\u00fcssen verschmolzen ist.<br \/>\nBesonders eindrucksvoll waren zwei Buddhaskulpturen, die eine zeigte einen liegend en Buddha im Moment des Eingehens ins Nirwana, die andere einen sitzenden Buddha, 26 m hoch in eine Grotte gehauen.<br \/>\nAm besten aber gefiel mir ein Buddha in einer Wandnische, dessen Lippen je nach Blickwinkel und Beleuchtung zu l\u00e4cheln anfingen, was mich an das archaische L\u00e4cheln antiker etruskischer oder griechischer Statuen erinnerte.<br \/>\nDieser Tag, an dem wir gegen Abend noch in den D\u00fcnen spazieren gingen und das Abendessen wieder auf der wundervollen Dachterrasse Einnahmen, geh\u00f6rt f\u00fcr mich mit zu den sch\u00f6nsten dieser Reise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Adelheid Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck auf der Dachterrasse unseres Hotels mit Blick auf die &#8222;Singenden D\u00fcnen&#8220; fuhren wir zu den etwa 20 km entfernt liegenden Mogao-Grotten. 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