{"id":325,"date":"2013-04-22T16:41:41","date_gmt":"2013-04-22T14:41:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=325"},"modified":"2018-05-22T09:29:49","modified_gmt":"2018-05-22T07:29:49","slug":"ausflug-nach-maragheh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=325","title":{"rendered":"Ausflug nach Maragheh"},"content":{"rendered":"<p>Wegen einer Regierungskonferenz in unserem Superhotel in Isfahan bleiben wir einen weiteren Tag in T\u00e4briz und werden daf\u00fcr nur einmal im Wallfahrtsort Mashad n\u00e4chtigen.<br \/>\nWie sollen wir diesen geschenkten Tag verbringen?<br \/>\nUm 9.30 Uhr treffen wir uns im Bus, f\u00fcr uns ist es eine Fahrt ins Blaue, nur Reza kennt das Ziel. Er lotst uns am Ur\u00fcmyehsee vorbei, dem \u201emindestens zweitgr\u00f6\u00dften Salzsee der Welt\u201c, \u00fcber Bonab nach Maragheh.<br \/>\nReza beantwortet uns unterwegs geduldig viele Fragen zum Iran. \u00dcber das Gesundheits- und das Bildungssystem, \u00fcber die bevorstehenden Wahlen und wie die Kandidaten sich bekannt machen, \u00fcber das durchschnittliche Einkommen von ca. 100 \u20ac, \u00fcber Mieten und Wohneigentum, \u00fcber die M\u00f6glichkeit von Ausl\u00e4ndern, Eigentum zu erwerben und wie es vererbt wird, und, und, und. Ja, als einer dieser ber\u00fcchtigten Saipa-Fahrer ein besonders verwegenes \u00dcberholman\u00f6ver macht, beantwortet er uns auch die Fragen zum iranischen Organspendeausweis.<br \/>\nAb und zu m\u00fcssen wir an einer Polizeistation halten und unsere Tourenkarte abstempeln lassen. Das erinnert an die Bodenseerundfahrt oder die Wanderung nach Santiago  de Compostela.<\/p>\n<p>Maragheh bedeutet Dorf der Viehweide, aber nicht daf\u00fcr ist die Stadt bekannt, sondern f\u00fcr ihre Grabt\u00fcrme, von denen noch vier erhalten sind. Wir werden von Alizadeh erwartet. Er erkl\u00e4rt uns die Architektur und Geschichte der T\u00fcrme auf Farsi, Reza \u00fcbersetzt und erg\u00e4nzt. Alles ist interessant, aber auch anstrengend, so beschlie\u00dfen wir, die Besichtigungen ein wenig abzuk\u00fcrzen und stattdessen ein Lokal anzusteuern, eine Kleinigkeit zu essen, um dann sp\u00e4ter den Rest des Tages noch in T\u00e4briz zu verbringen.<br \/>\nDie \u201eKleinigkeit\u201c besteht aus Salat, einer sehr feinen Graupensuppe, Platten mit H\u00fchnchen und verschiedenen Lammgerichten und dem Reis, \u00fcber den ich in einem Reisef\u00fchrer gelesen hab, wer den einmal probiert hat, ist f\u00fcr andere Reiszubereitungen verloren. Den Joghurt hab ich f\u00fcr den Nachtisch gehalten, doch er war mit Schalotten angemacht. Nun, Lamm war noch da, und in dieser Kombination hat er gar k\u00f6stlich gemundet.<br \/>\nBei der Bezahlung haben wir uns in unserer Gruppe sehr schnell darauf geeinigt, einer bezahlt alles, und im Bus wird die Summe durch die Anzahl der EsserInnen geteilt. Es w\u00e4re auch wirklich albern, wenn wir, die wir uns diese tolle Reise leisten k\u00f6nnen, anders verf\u00fchren. Denn bei diesem Essen mu\u00dfte jeder 160.000 Rial bezahlen, vier Euro, f\u00fcr uns der Preis von einem Glas Wein. F\u00fcr den durchschnittlichen Iraner dagegen 4 % seines Monatseinkommens.<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckfahrt f\u00e4hrt Hans-Peter mit seinem W\u00e4gelchen durch den Gang und bietet den von Christian bereiteten  Busfahrerkaffee an. Ina verteilt Ghorabiyih, das sind wunderbare, gro\u00dfe Pistazienpl\u00e4tzchen. Wie der Bischof in der vollbesetzten Kirche beim Weihnachtsgottesdienst passen die tats\u00e4chlich in unsere B\u00e4uche noch rein.<br \/>\nNach gut sieben Stunden und 300 km Busfahrt erreichen wir unser Hotel.<br \/>\nChristian verursacht beim  R\u00fcckw\u00e4rtseinparken in die schmale Toreinfahrt einen Stau, erntet aber kein w\u00fctendes Hupkonzert, sondern bewundernde Blicke ob seiner Fahrk\u00fcnste.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Tour \u2013 Der \u201everlorene\u201c zweite Tag im heiligen Mashad w\u00e4re sicher nicht sch\u00f6ner gewesen.<\/p>\n<p>Achim Hudewentz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wegen einer Regierungskonferenz in unserem Superhotel in Isfahan bleiben wir einen weiteren Tag in T\u00e4briz und werden daf\u00fcr nur einmal im Wallfahrtsort Mashad n\u00e4chtigen. Wie sollen wir diesen geschenkten Tag verbringen? Um 9.30 Uhr treffen wir uns im Bus, f\u00fcr uns ist es eine Fahrt ins Blaue, nur Reza kennt das Ziel. 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