{"id":2025,"date":"2013-12-18T17:11:14","date_gmt":"2013-12-18T15:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=2025"},"modified":"2018-05-22T09:23:03","modified_gmt":"2018-05-22T07:23:03","slug":"plaudereien-aus-dem-werkzeugtaschle-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=2025","title":{"rendered":"Plaudereien aus dem Werkzeugt\u00e4schle (8)"},"content":{"rendered":"<p>von Axel Lehmann<\/p>\n<p>Argentinien ist auch gr\u00fcn&#8230;<\/p>\n<p>Mittwoch sind wir von Chile nach Argentinien \u00fcber die Anden gefahren, und damit haben wir die urspr\u00fcngliche Panamerikana (Ruta 5) verlassen. Die geht ein St\u00fcck hinter Puerto Montt \u00fcber auf die Isla Grande de Chiloe und endet dort in Quell\u00f3n. Wir fahren also erst ein St\u00fcck nach Norden zur\u00fcck bis Osorno und dann gen Osten nach San Carlos de Bariloche.<\/p>\n<p>Aber vorher wird noch Heidis Geburtstag geb\u00fchrend gefeiert (siehe auch Heidis Blog). Mittags gibt es eins von Hans-Peters ber\u00fchmten Picknicks, diesmal aus gegebenem Anla\u00df mit Sekt. Das Abendessen wird von Aventoura gestiftet (nicht ganz freiwillig, sondern als Wiedergutmachung, weil das letzte Hotel ein totaler Mi\u00dfgriff war \u2013 so was kommt eben auch mal vor), und Heidi l\u00e4dt uns zu den Getr\u00e4nken ein. Es wird ein rundum gelungener Abend mit leckeren Empanadas (Teigtaschen mit K\u00e4se oder Fleisch gef\u00fcllt) als Vorspeise, sowie richtig guten Steaks mit Kartoffelgratin und jeder Menge Salat als Hauptgang.<\/p>\n<p>Argentinien f\u00e4ngt leider zun\u00e4chst gar nicht so gr\u00fcn an, denn nach dem letzten Vulkanausbruch 2010 in der Gegend wurde die ganze Asche nach Argentinien geweht, und ganze W\u00e4lder sind verbrannt oder zumindest schwer gesch\u00e4digt. Die Stra\u00dfe entlang sind Berge von grauer Vulkanasche aufgesch\u00fcttet, die von der Stra\u00dfe ger\u00e4umt wurden. Noch an unserem Ziel Bariloche am Lago Nahuel Huapi kann man die graue Schuttschicht auf den umliegenden Bergen bewundern.<\/p>\n<p>Und au\u00dferdem haben vor den Landeswechsel die Politiker die Grenzkontrollen gesetzt. Inzwischen sind wir ja schon Profis, bleiben ruhig, f\u00fcllen brav unsere Zettelchen mit vielen Durchschl\u00e4gen aus und stellen uns nach Bedarf auch in Einer-, Zweier- oder Dreierreihen auf. Sowohl die Ausreise aus Chile wie die Einreise nach Argentinien gehen problemlos vonstatten, man geht sehr freundlich mit uns um, sogar Sonderbehandlung ohne Gep\u00e4ckkontrolle ist m\u00f6glich \u2013 was will man mehr. Aber eine gute Stunde pro Kontrolle brauchen wir doch.<\/p>\n<p>Was mir in Argentinien sofort auff\u00e4llt, ist der entspannte Umgang der Argentinier mit Z\u00e4unen. Hier findet man sie nur noch zur Zierde oder gar nicht, keine meterhohen Barrikaden mehr wir in Chile. Allerdings mu\u00df ich hinzuf\u00fcgen, da\u00df es im S\u00fcden Chiles auch schon wesentlich weniger martialisch zuging als weiter im Norden.<\/p>\n<p>Auch in Bariloche f\u00fchlen wir uns mit der See- und Gebirgskulisse sehr an schweizer Panoramen erinnert. Aber als wir dann weiter gen S\u00fcden fahren nach Esquel, verlassen wir bald diese spektakul\u00e4r Landschaft und tauchen ein in die Pampa, w\u00e4hrend die Berge immer weiter zur\u00fccktreten. F\u00fcr hunderte von Kilometern begleitet uns nun eine wenig aufgeregte Steppenlandschaft, die mehr grau als gr\u00fcn wirkt und aus kleinen B\u00fcschen und Grasb\u00fcscheln mit einigen Lupinien hie und da zusammengesetzt ist. Von fern wirkt die Pampa fl\u00e4chenhaft wie unser Gras, in der N\u00e4he sieht man den kahlen Boden, auf dem die\u00a0 B\u00fcsche und Grasb\u00fcschel kleine Inseln bilden. Und es ist windig, sehr windig. Selbst unser Bus wird immer wieder von starken B\u00f6en gesch\u00fcttelt.<\/p>\n<p>Und weiter geht es am n\u00e4chsten Tag wieder \u00fcber 500 km durch die Pampa. W\u00e4hrend wir am ersten Tag kaum ein Tier gesehen haben, werden wir diesmal belohnt: Diverse Schaf- und Rinderherden sind zu sehen, an einem kleinen See finden wir Graug\u00e4nse und Flamingos, die allerdings fl\u00fcchten, als wir zum Fotografieren aussteigen, und sogar ein einheimischer Strau\u00df wird gesichtet, der nat\u00fcrlich auch vor der Fotografenschar fl\u00fcchtet. Christian rettet durch eine Notbremsung auf einer Piste noch ein vorwitziges G\u00fcrteltier.<\/p>\n<p>Das Beste an den vielen Kilometern ist aber (wieder einmal) das Picknick. Christian findet an einer Nebenstra\u00dfe an einem Flu\u00df ein windgesch\u00fctztes Pl\u00e4tzchen. Ina und Hans-Peter haben eingekauft und gemeinsam werden zwei Tische mit voll gestellt mit Brot, Oliven und Oliven\u00f6l, Wurst, K\u00e4se, Schinken, Gurken, Paprika, Kapern, Obst und und und&#8230;<\/p>\n<p>Inzwischen sind wir in Los Antigues am Lago Buenos Aires angekommen und genie\u00dfen einen Ruhetag. Beliebig ruhig ist es hier nicht, denn der Wind bl\u00e4st st\u00e4ndig mit 5 bis 6 Beaufort, so da\u00df es auf dem Lago richtige Wellen gibt und wir in unserem Hotel am See permanentes Brandungsrauschen genie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Wind ist so stark, da\u00df man auf den Aussichtspunkten des Ortes die Kamera nicht ruhig halten kann. Aber es ist angenehm warm hier, man kann es gut aushalten. Wir merken deutlich, da\u00df wir wieder in h\u00f6heren Breiten unterwegs sind, denn zum einen sind die Temperaturen sehr angenehm, zum anderen sind die Tage wieder deutlich l\u00e4nger. Und es wird noch besser, denn der 21.12. kommt ja erst noch \u2013 und das ist hier der l\u00e4ngste Tag des Jahres! Das ist auch f\u00fcr viele Teilnehmer das Ende der Reise \u2013 aber daran wollen wir noch nicht denken.<\/p>\n<p>Heidi hat ja schon mal angefangen, die Highlights der Reise zusammenzufassen. Da stellt sich nat\u00fcrlich die Frage: Gab es auch Lowlights? Ja, nat\u00fcrlich \u2013 das kann auf einer solchen Reise nicht ausbleiben. Aber ich kann sagen, es waren sehr wenige, und es lohnt sich eigentlich nicht, diese herauszustellen, denn das w\u00fcrde das Bild verzerren.<\/p>\n<p>Wie ich am Anfang schrieb: Der Weg ist das Ziel. Und f\u00fcr den Komfort auf dem Weg ist in erster Linie der \u201eGro\u00dfe Rote\u201c zust\u00e4ndig. Und der hat sich derma\u00dfen gut geschlagen, da\u00df man es kaum glauben kann. Ohne Mucks und Maunz \u00fcber 4000m hohe P\u00e4sse. Bisher keinerlei Ausf\u00e4lle (bis auf eine Schraube, die sich an einem Tisch gel\u00f6st hat). Auch auf den Schotterstrecken der letzten Tage, \u00fcber die Hans-Peter und Christian mit 60 bis 70 km\/h gebrettert sind (habe ich heimlich mit GPS nachgemessen!), war der Sitzkomfort f\u00fcr uns immer noch angenehm, auch wenn es ger\u00fcttelt hat.<\/p>\n<p>Nun haben Heidi und ich viele Wochen lang den Daheimgebliebenen berichtet. Wir bedauern es sehr, da\u00df sich nicht mehr Teilnehmer entschlossen haben, ihre Eindr\u00fccke zu schildern. Wir h\u00e4tten es sehr begr\u00fc\u00dft, denn erst eine Vielfachheit von Meinungen und Beobachtungen kann das Bild einer solchen Reise abrunden.<\/p>\n<p>So wollen wir denn vor Ende der Reise und zum dritten Advent die Hauptakteure endlich vorstellen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2026\" style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\" alt=\"KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA\" src=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Naehkaestchen-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Naehkaestchen-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Naehkaestchen.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><a href=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Werkzeugtaeschle.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2027\" alt=\"KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA\" src=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Werkzeugtaeschle-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Werkzeugtaeschle-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Werkzeugtaeschle.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bis demn\u00e4chst wieder in diesem Blog&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Axel Lehmann Argentinien ist auch gr\u00fcn&#8230; Mittwoch sind wir von Chile nach Argentinien \u00fcber die Anden gefahren, und damit haben wir die urspr\u00fcngliche Panamerikana (Ruta 5) verlassen. 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