{"id":2021,"date":"2013-12-12T13:51:25","date_gmt":"2013-12-12T11:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=2021"},"modified":"2018-05-22T09:23:03","modified_gmt":"2018-05-22T07:23:03","slug":"das-ende-naht-furs-nahkastchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=2021","title":{"rendered":"Das Ende naht f\u00fcrs N\u00e4hk\u00e4stchen"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>Ich sitze in einem supersch\u00f6nen Hotelzimmer in Puerto Varas am Lago Llanquihue, vom Bett aus sehe ich auf die Wei\u00dfe Spitze des Vulkans Osorno, der zweite \u2013 n\u00e4her gelegene \u2013 Vulkan Puntiagudo h\u00fcllt sich in Wolken. Es ist wie in Luzern, da versteckt sich der Pilatus ja auch \u00f6fter. Aber bei Sonnenuntergang haben sich die beiden Vulkane in ganzer Pracht gezeigt, der Osorno ganz in Wei\u00df (noch sch\u00f6ner als der Fujiamo) und der Puntiagudo gleicht tats\u00e4chlich ein bisschen dem Pilatus. Das Klima und die Landschaft hier erinnert stark an die Innerschweiz, Seen und Berge wechseln sich ab. Saftig gr\u00fcne Wiesen, viel Landwirtschaft\u00a0 und an den Ufern der Seen nette Ferienorte. Deshalb wohl auch der Name \u201eChilenische Schweiz\u201c. Anschlie\u00dfend sehen wir uns dann die \u201eArgentinische Schweiz\u201c an, ich bin gespannt, ob\u2019s auch zutrifft.<\/p>\n<p>Am Mittwoch verlassen wir n\u00e4mlich Chile und passieren zum letzten Mal eine Grenze, Argentinien \u2013 unser letztes Reiseland naht in Windeseile und damit auch das Ende unseres gro\u00dfen Abenteuers Panamericana. Zeit also ein bisschen zur\u00fcck zu blicken.<\/p>\n<p><strong>Die Panamericana<\/strong><br \/>\nSeit La Serena, kurz vor dem 30. Breitengrad \u2013 jetzt sind wir bei etwas \u00fcber 41 Grad s\u00fcd \u2013 ist die Panamericana eine echte 4-spurige Autobahn. Vorher war sie das oft nur gerade bei den Einfahrten in die gro\u00dfen St\u00e4dte \u2013 und kostet dann auch Peaje (Maut). In Mittelamerika (ich bin \u201eerst\u201c in Mexico City zugestiegen) ist sie meist nur \u201egew\u00f6hnliche\u201c Stra\u00dfe, allerdings geteert und meist auch recht gut ausgebaut. Oft ist sie die einzige befestigte Stra\u00dfe in weitem Umkreis. Der Rest besteht aus Pisten. Durch die Ortschaften wird man dann alle paar Meter von \u201eliegenden Polizisten\u201c (Erh\u00f6hungen) abgebremst, was dem Vorankommen nat\u00fcrlich nicht gerade f\u00f6rderlich ist. Daf\u00fcr konnten wir das jeweilige Dorfleben ausgiebig bewundern. Marktfrauen, Polizisten, Schulkindern alle winkten uns zu und wir zur\u00fcck. Au\u00dfer bei den Einfahrten vor gro\u00dfen Ortschaften\/St\u00e4dten ist der Verkehr recht gering. Sehr viele Lastwagen sind unterwegs, vor alle in der N\u00e4he von H\u00e4fen sahen wir Riesenbrummis en masse. Die mit den gro\u00dfen K\u00fchlern und den \u201eKaminen\u201c haben uns am meisten begeistert. Der Privatverkehr h\u00e4lt sich hingegen \u00fcber Land sehr in Grenzen. Staus erlebten wir h\u00f6chsten an Baustellen. Bref: Der Weg \u2013 die Panamericana eben \u2013 war unser Ziel. Und der f\u00fchrte uns durch die mannigfaltigsten<\/p>\n<p><strong>Landschaften<\/strong><br \/>\nIn Mittelamerika haben uns nat\u00fcrlich die Kulturdenkm\u00e4ler tief beindruckt, aber auch die herrlichen Landschaften und das tropische Wetter haben uns erfreut. Fast t\u00e4gliche Regeng\u00fcsse konnten uns nichts anhaben, denn sobald wir zu Fu\u00df unterwegs waren, hatte Petrus ein Einsehen und die Schirme konnten geschont werden. Ein einzig Mal (in Mexico City) wurden wir alle klitschnass auf dem kurzen Weg vom Anthropologischen Museum zum Bus.<\/p>\n<p>Das Wetter wurde tropischer je n\u00e4her wir dem Atlantik kamen. Temperaturen von \u00fcber 30 Grad und Luftfeuchtigkeit von fast 100% wurden zur Regel (und manchmal zur Qual) und bescherten uns (Ur)w\u00e4lder in allen nur erdenklichen Gr\u00fcnt\u00f6nen und Blumen in den sattesten Farben. Umwerfend!!<\/p>\n<p>In S\u00fcdamerika wurde das Klima zunehmend Trockener. In La Loja, unserer letzten Station in Ecuador, sahen wir die letzten Regentropfen, das war am 9.November (vor \u00fcber 4 Wochen also). Dann fuhren wir durch ganz Peru und in Chile bis Valparaiso nur noch durch W\u00fcsten. Sandw\u00fcsten, Steinw\u00fcsten, Felsw\u00fcsten, Alles-gemischt-W\u00fcsten. In allen nur erdenklichen W\u00fcstenfarben, einfach hinrei\u00dfend. Ich wei\u00df, ich wiederhole mich, aber es ist halt einfach sch\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6n.<br \/>\nDer S\u00fcden Chiles beschert uns nun wieder sattes Gr\u00fcn, k\u00fchleres Wetter (wie bei uns an einem sch\u00f6nen Junitag) und l\u00e4ngere Tage. Kurz nach 6 Uhr geht die Sonne auf und nachts um 22h ist es noch immer nicht ganz dunkel. Die Rosen bl\u00fchen als ob\u2019s verboten w\u00fcrde. Kirschen und Erdbeeren sind reif. Kartoffeln bl\u00fchen und das Korn steht stramm auf den Feldern. Und bis wir dann ganz im S\u00fcden sind werden die Tage noch l\u00e4nger. Soviel um Euch ein bisschen neidisch zu machen!!<\/p>\n<p>N\u00e4chste Woche mehr, dann aus unserem letzten Land, aus Argentinien. Bis dahin seid alle ganz herzlich gegr\u00fc\u00dft,<\/p>\n<p>hasta luego<br \/>\nHeidi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, Ich sitze in einem supersch\u00f6nen Hotelzimmer in Puerto Varas am Lago Llanquihue, vom Bett aus sehe ich auf die Wei\u00dfe Spitze des Vulkans Osorno, der zweite \u2013 n\u00e4her gelegene \u2013 Vulkan Puntiagudo h\u00fcllt sich in Wolken. Es ist wie in Luzern, da versteckt sich der Pilatus ja auch \u00f6fter. 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