{"id":1826,"date":"2013-10-25T12:12:10","date_gmt":"2013-10-25T10:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=1826"},"modified":"2018-05-22T09:24:07","modified_gmt":"2018-05-22T07:24:07","slug":"neues-aus-dem-nahkastchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=1826","title":{"rendered":"Neues aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen"},"content":{"rendered":"<p>Bericht von Heidi Bisang, Foto von Sascha B\u00f6hnke<\/p>\n<p>Liebe Blogleserinnen und -leser von Nah und Fern<\/p>\n<p>Juhui, das N\u00e4hk\u00e4stchen ist im roten Bus angekommen<br \/>\nBevor ich aus S\u00fcdamerika berichte, will ich noch rasch von Panama erz\u00e4hlen. Das gr\u00f6sste Erlebnis war nat\u00fcrlich der Besuch der Kanal-Schleusen. Wir haben am ersten Abend in den Flores Schleusen (das sind die Richtung Pazifik) im Aussichtsrestaurant zu Nacht gegessen. Das Essen wurde zur Nebensache, den Schiffen bei der Durchfahrt zuzusehen, war die Attraktion des Abends. Einfach eine Wucht. Am n\u00e4chsten Morgen sind wir dann mit der Bahn (Panama Canal Railway) nach Colon gefahren und haben uns die Schleusen von und zum Atlantik zu Gem\u00fcte gef\u00fchrt, einfach immer toll, Mir wurde ganz wehm\u00fctig zu Mute (ich bin vor 11 Jahren mit einem Frachtschiff durch den Kanal gefahren) und unsere Reisegenossin freut sich jetzt noch mehr auf ihre Heimreise per Frachtschiff ab Buenos Aires. Neben den Schleusen hat mir aber auch Panama City sehr gut gefallen. Die Altstadt ist zwar noch in einem erb\u00e4rmlichen Zustand, von vielen H\u00e4usern steht nur noch die (abgest\u00fctzte) Fassade. Aber die Altstadt wird gerettet werden, ein Anfang ist bereits gemacht und der Kanal sp\u00fclt gen\u00fcgend Kleingeld in die Staatskasse um auch den Rest zu restaurieren. Die neue Stadt mit den vielen (Banken)-Hochh\u00e4usern (ein Mini-Manhattan) macht sich super gut als Kontrast.<br \/>\nDie letzten Tage in Panama und auch in Cartagena waren wie eine R\u00fcckkehr in die Zivilisation. Nach dem vielen gro\u00dfartigen Urwald-Tage der letzten Woche war ich richtig &#8222;auf dem \u00c4ff&#8220;, ich brauchte mal wieder Menschen und H\u00e4user und L\u00e4rm.<\/p>\n<p>Der Start der S\u00fcdamerika-Etappe<br \/>\nMit 3-st\u00fcndiger Versp\u00e4tung sind wir gut in Cartagena gelandet und haben endlich, endlich unseren roten Bus vor dem Hotel stehen sehen. Aber nicht nur den Bus auch unsere neuen Mitreisenden haben wir endlich kennen gelernt. Es scheint, wir werden zu einer fr\u00f6hlichen Reisegemeinschaft zusammenwachsen. Bevor die Reise Richtung S\u00fcden startet, wollten wir aber Cartagena kennenlernen. Die Altstadt ist noch heute von einer Stadtmauer total umschlossen. Viele der alten H\u00e4user und Gassen sind restauriert, aber sehr sanft. Damit ist der alte Charme erhalten geblieben. Einen Tag haben wir so richtig Ferien gemacht. Auf einem Schnellboot wurden wir auf ein kleines Inselchen (Isla del Rosaria = Rosenkranzinsel) gefahren. Dort konnten wir faulenzen und im badewannenwarmen Wasser schwimmen. Im Freiluftrestaurant wurden wir mit frischem Fisch verw\u00f6hnt, bref ein Traumtag, der dann allerdings auf der Heimfahrt in einem Platzregen endete. Das konnte unsere gute Laune aber nicht verderben, denn nicht nur das Meerwasser, auch das Regenwasser ist angenehm warm.<\/p>\n<p>Die Reise beginnt<br \/>\nDann ging sie los unsere lange Reise nach Ushuaia. Schon am ersten Tag haben wir uns im Bus gem\u00fctlich eingerichtet. Unsere Wolljacken \u2013 falls es wider erwarten mal k\u00fchl werden sollte \u2013 m\u00fcssen nicht jeden Abend mit ins Hotel genommen werden, auch die schweren Wanderschuhen k\u00f6nnen im Bus auf ihren Einsatz warten. Alles ist einfacher und bequemer geworden. Die erste Nach haben wir auf halber Strecke nach Medell\u00edn in einem Familienhotel auf dem Lande verbracht. Riesengro\u00dfe Zimmer mit drei Doppelbetten und null bis 2 St\u00fchlen drin. Aber mit sch\u00f6nem Balkon, einem Gro\u00dfen Pool im Garten und Millionen M\u00fccken. Vor dem Schlafen musste ich ein paar Kakerlaken (sie kamen unter der T\u00fcre durch) beseitigen, dann mit Antibrumm Forte einreiben und ganz schnell das Licht l\u00f6schen. Die Wirtsleute waren \u00e4u\u00dferst freundlich, sie haben sogar die Polizei gebeten, unseren Bus zu bewachen. Offenbar hatten sie noch nie G\u00e4ste, die mit einem solch tollen Bus von sooooo weit weg kamen. Ein Gruppenfoto von uns und der ganzen Hotelbelegschaft musste auch noch geknipst werden, als Souvenir an diesen f\u00fcr sie so ereignisreichen Abend. Die Flasche Rum, die wir von unserer Reiseleiterin in Panama zum Abschied erhalten haben, leerten wir dann alle zusammen im Hotelgarten als Nightcup.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gruppenfoto-im-Hotel.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1832 aligncenter\" alt=\"Gruppenfoto im Hotel\" src=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gruppenfoto-im-Hotel-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gruppenfoto-im-Hotel-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gruppenfoto-im-Hotel-1024x680.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck sind wir zeitig Richtung Medellin gestartet, denn nun ging\u2019s \u00fcber Stock und Stein bergauf (meist) und bergab (selten). \u00dcber einen 2600 Meter hohen Pass und dann gute 1000 Meter wieder runter nach Medellin. Die steilsten Stellen eng und mit etlichen Baustellen (die Regenzeit hat auch hier ihre Spuren hinterlassen). Der Scheff war in seinem Element am Steuer, der gestrige Tag war so etwas wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag in einem f\u00fcr ihn. Sascha, das ist unser 2. Fahrer, durfte aber auch ans Steuer. Er ist Journalist und Filmer (er macht eine Dokumentation \u00fcber diese Reise) und zudem Testfahrer f\u00fcr Omnibusse. Er hat uns aber nicht wie Dummies durch die Kurven geschleudert, sondern uns sanft wie auf Engelsfl\u00fcgeln durch die Landschaft geschaukelt. Nicht, das ihr jetzt glaubt wir f\u00fchren auf Nebenstra\u00dfen, oh nein, dies ist die Panamericana, die Hauptstra\u00dfe Nr 1 von Nord nach S\u00fcd. Sie gilt oft als \u201eAutobahn\u201c und ist daher mautpflichtig, obwohl sie schmal und nur ganz selten (bei der Einfahrt in gro\u00dfe St\u00e4dte) richtungsgetrennt ist. D\u00f6rfer und St\u00e4dtchen werden auch nicht umfahren, die Stra\u00dfe f\u00e4hrt mitten durch, was f\u00fcr uns nat\u00fcrlich viel spannender ist \u2013 Leben pur eben \u2013 f\u00fcr die Chauffeure wohl eher nervig.<\/p>\n<p>Die Landschaft<br \/>\nImmer wieder staunen wir \u00fcber die Landschaften, die wir durchfahren. Auf Passh\u00f6hen von 2500 Metern und h\u00f6her wachsen Kartoffeln und\/oder Mais, es weiden K\u00fche unter Palmen. Im Regen- oder Nebelwald wachsen die Farne als B\u00e4ume. Die edelsten Blumen (z.B. Strelizien\/Orchideen) wachsen als Unkraut im Urwald. Tulpenb\u00e4ume bl\u00fchen grellrot bis orange. \u00dcberhaupt herrschen bei den Blumen die ganz kr\u00e4ftigen, knalligen Farben vor. Und zudem im Wald so viele Gr\u00fcnt\u00f6ne, wie man sie sich gar nicht vorstellen kann.<\/p>\n<p>Medellin<br \/>\nHeute haben wir uns nun Medellin angeschaut. Erst mit einem kleinen Bus, dann zu Fu\u00df. Die Stadt hat nicht einen eigentlichen Kern, schon gar keinen historischen. Ist aber riesig und was auff\u00e4llt, die meisten H\u00e4user sind aus rotem Backstein gebaut, auch bei ganz vielen Hochh\u00e4usern sind die Fassaden mit Backsteinen verklinkert. Mitten in der Stadt liegt ein kleiner Flugplatz, die (eher kleinen) Flugzeuge kommen steil von den Bergen angeflogen und landen mitten in einem Quartier, nicht weit von unserem Hotel entfernt, ich kann sie von meinem Zimmer (im 12. Stock) aus starten und landen sehen. Hier h\u00e4tte ich nicht hinfliegen wollen, so viele Valium, wie ich da gebraucht h\u00e4tte bei meiner Flugangst gibt es gar nicht.<br \/>\nApropos Hotel, ich habe in einem der Blogs einen kapitalen Bock geschossen: In Granada waren wir n\u00e4mlich in einem super sch\u00f6nen ehemaligen Kloster untergebracht, die Absteige fanden wir in San Juan del Sur vor.<br \/>\nHeute Abend gehen wir (fast alle) in eine Folklore Tanzshow. Ich berichte dann nachher weiter.<\/p>\n<p>Es ist halb 11Uhr, die Tanzshow war gro\u00dfartig. Die Begleitmusik allerdings so laut, dass man Oropax gebraucht h\u00e4tte, mein Tinnitus (und nicht nur meiner) wird mich die n\u00e4chsten paar Tage strafen.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir schon 6.45 Uhr starten, wir haben gegen 400 Kilometer Weg vor uns und bei den Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen in Kolumbien haben wir keine Ahnung wie lange wir unterwegs sein werden, vier Stunden Fahrzeit werden mit Sicherheit nicht reichen. Aber wir haben\u2019s ja gut, wir k\u00f6nnen im Bus noch etwas schlafen. Eingekauft haben wir auch, damit wir was S\u00fc\u00dfes zu den Kaffeehalten zu picken haben.<\/p>\n<p>Darum sage ich tsch\u00fcss und adieu und gehe ins Bett<br \/>\nHasta la vista<\/p>\n<p>Heidi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht von Heidi Bisang, Foto von Sascha B\u00f6hnke Liebe Blogleserinnen und -leser von Nah und Fern Juhui, das N\u00e4hk\u00e4stchen ist im roten Bus angekommen Bevor ich aus S\u00fcdamerika berichte, will ich noch rasch von Panama erz\u00e4hlen. Das gr\u00f6sste Erlebnis war nat\u00fcrlich der Besuch der Kanal-Schleusen. 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