{"id":1493,"date":"2013-09-09T12:10:25","date_gmt":"2013-09-09T10:10:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=1493"},"modified":"2018-05-22T09:25:12","modified_gmt":"2018-05-22T07:25:12","slug":"die-sicht-des-reiseleiters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.busweltreise.de\/?p=1493","title":{"rendered":"Die Sicht des Reiseleiters"},"content":{"rendered":"<p>Beitrag von Uli L. (&#8230; laufend)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/am-Meer.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1494\" alt=\"am Meer\" src=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/am-Meer-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/am-Meer-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.busweltreise.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/am-Meer-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Samstag 7.9. 6 Uhr \u2026 die ersten Sonnenstrahlen treffen auf meinen kleinen Schreibtisch. San Diego schl\u00e4ft noch \u2013 das \u201eGaslamp-Quarter\u201c liegt unter meinem Hotelzimmer. Wenn ich mich aus dem Fenster lehne, kann ich das Meer sehen \u2026 die Schreie der M\u00f6wen lassen das nahe Meer erahnen \u2026. In einigen Stunden reist die Reisegruppe nach Mexico weiter und meine Arbeit als Reiseleiter des \u201eNordamerika\u201c-Abschnitts der Busweltreise ist beendet.<\/p>\n<p>44 Tage sind vorbei, 44 Tage, die ich 2 Jahre lang geplant habe.<\/p>\n<p>Die Tage begannen fr\u00fch. Sobald es hell wurde, habe ich die Laufschuhe geschn\u00fcrt und eine Stunde ganz f\u00fcr \u201emich\u201c verbracht: Der frische Geruch nach Seetang am \u201eCook Innlet\u201c (Bay von Anchorage) ist mir noch im Sinn \u2026 dann habe ich die Weite des Denali Nationalparks unter meinen F\u00fc\u00dfen gesp\u00fcrt. In Fairbanks mu\u00dfte ich einen gro\u00dfen Umweg laufen, um zum Hotel zur\u00fcck zukommen: Ein langer G\u00fcterzug blockierte die Bahngleise. Die morgendliche K\u00fchle beim Lauf in Dawson City entlang des Yukon Rivers hat mich \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>44 Tage &#8230; 11.000 Kilometer \u2026 Routenplanung \u2026 wie passt das \u201eFahren\u201c mit der Freizeit \u2026 wo sind die besten Stopps \u2026?<\/p>\n<p>Ein Morgenlauf im Regen \u2026 am Muncho Lake ist es zum ersten Mal na\u00df vor der T\u00fcr \u2026 sch\u00f6n das eine hei\u00dfe Quelle anschlie\u00dfend zur Entspannung beitr\u00e4gt. In Jasper begleitet mich ein gro\u00dfer schwarzer Rabe ein St\u00fcck des Weges. Am Bow River in Banff f\u00fchrt der Trail bis zu einem Wasserfall \u2013 atemberaubend.<\/p>\n<p>44 Tage \u2026 23 Hotels \u2026 es mu\u00dfte etwas besonderes sein \u2026 meine Lieblinge: der \u201erustic\u201c Charme der Holzcabins im Yellowstonepark, das verstaubte Ambiente des Royal Inns \u2026. oder doch lieber die mond\u00e4ne Talkeentna Lodge?<\/p>\n<p>Laufen in Lethbridge \u2026 hier wurde im 19.Jahrhundert Whiskey geschmugelt. Fast h\u00e4tte ich mich auf den verschlungenen Pfaden hinein und hinaus aus den T\u00e4lern verlaufen. In Billings entdecke ich am fr\u00fchen Morgen den alten Bahnhof \u2013 und auch eine andere Seite der amerikanischen Gesellschaft: viele \u201ehomeless people\u201c nutzen diese Gegend zum \u00dcbernachten \u2026. freundlich winken sie mir zu. Mein pers\u00f6nliches Lauf-Highlight erlebe ich im Yellowstone Nationalpark. Wir wohnten direkt am Old Faithful Geysir. Am fr\u00fchen Morgen ist es dort menschenleer. Die Nebelschwaden der kleinen aktiven Geysire ziehen durch die Landschaft, es blubbert und brodelt. Ein Walkway leitet mich durch diese Sch\u00f6nheit.<\/p>\n<p>44 Tage \u2026 fr\u00fchst\u00fccken \u2026 mal deftig und heftig, Eier, Eier, Eier, Bacon und Kartoffeln. Dazu gelegentlich ein Berg von Plastikm\u00fcll, der uns mal wieder zeigt: wir sind in Amerika.<\/p>\n<p>Im Monument Valley und auf den (Lauf-)Spuren von Forrest Gump \u2026. ich entdecke die Stelle an der der Protagonist das Laufen aufgegeben hat \u2026 ich laufe weiter \u2026. In der d\u00fcnnen Luft am Grand Canyon f\u00e4llt das Laufen schwer \u2026 aber auch dieser Lauf ist einfach phantastisch: direkt am Rim entlang, die Nebelschaden ziehen durch den Canyon, die Sonne k\u00e4mpft sich durch \u2026 the scenery is at a grand scale \u2026<\/p>\n<p>44 Tage \u2026 picnic \u2026 immer wieder entdeckten wir in sch\u00f6nster Landschaft herrliche Picknickpl\u00e4tze. Wer schon mal mit Avanti gereist ist, wei\u00df, wie schnell sich so ein prima Imbi\u00df zaubern l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>In Las Vegas ist es auch am fr\u00fchen Morgen zu hei\u00df zum Laufen \u2013 aber jedes Hotel hatte ein Fintne\u00dfcenter \u2026 auf dem Laufband \u2013 im Hinter- und Vordergrund riesige Fernsehbildschirme. Bishop\/Kalifornien, endlich wieder raus auf die Stra\u00dfe, sch\u00f6ne Vorg\u00e4rten (alle ohne Zaun) s\u00e4umen meinen Weg.<\/p>\n<p>44 Tage \u2026 diner \u2026 von wegen fast-food, nirgendes auf der Welt kann man besser essen als in Amerika \u2026 die Ansammlung von vielen Nationen auf diesem Kontinent hat eine gro\u00dfe Auswahl an kulinarischen K\u00f6stlichkeiten hier hergebracht. Ein Abendessen leckerer als das andere \u2026 als Ambiente mal die Sicht auf den Mount McKinley, eine alte Holzf\u00e4llerstube, das Rauschen des Pacifics \u2026.<\/p>\n<p>Weitere Laufrunden: San Francisco, nat\u00fcrlich durch den Golden Gate Park bis zum Meer, am n\u00e4chsten Tag dann noch einmal von der Fishermans Warf bis zur Golden Gate Bridge. Zum Abschlu\u00df noch zwei sch\u00f6ne L\u00e4ufe am Meer: Auf der Stra\u00dfe der \u00d6lsardinen (Monterey) und entlang des muscule beaches (St.Barbara).<\/p>\n<p>44 Tage \u2013 eine Reise, die in dieser L\u00e4nge auch in meinem Reiseleiterleben etwas besonders war. Eine Reise von Nord nach S\u00fcd, die sch\u00f6ner nicht mehr geht. Dazu eine liebenswerte Reisegruppe, die sich mit einer ordentlichen Portion an Abenteuerlust und Neugier auf diese Reise eingelassen (und hoffentlich auch genossen) hat. Take care, folks!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag von Uli L. 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