Das Nähkästchen plaudert doch wieder

Beitrag von Heidi Bisang

Liebe Blogleserinnen und -leser

Das Nähkästchen plaudert doch wieder

Die Fahrt von San Salvador nach León haben wir in „nur“ 11 ½ Stunden hinter uns gebracht. Wir sind um 5.45Uhr!!! losgefahren, das hat uns wohl mindestens eine Stunde Zeitersparnis gebracht, weil wir so ganz ohne Staus durch die Stadt gekommen sind. Die Aus- bzw. Einreisen durch Honduras und Einreise in Nicaragua ging relativ zügig voran, unser neuer Reiseleiter für Nicaragua hat uns zielgenau durch León gelotst, so dass wir bereits um 17.15Uhr vor dem Hotel standen.

Das Hotel…

…ist ein entzückendes ehemaliges Kloster, die Zimmer gehen alle von einem Innenhof aus und sind sogar mit Klimaanlage ausgestattet. Ich kann also im auf 24 Grad runtergekühlten Zimmer schreiben. Überhaupt hatten wir immer wieder extrem hübsche Hotels im Fincastil mit lauschigen Höfen und Gärten, wir können uns also überhaupt nicht beklagen, sondern ganz einfach nur genießen. Ausnahme: Stadthotel in San Salvador: Viel Marmor, etwas verwohnt und stillos, aber für eine Nacht absolut genügend.

Die Städte

Gerade die kleineren Städte wie Antigua Guatemala oder jetzt León de los Caballeros haben einen etwas leicht morbiden Charme und etwas Museumscharakter. Die Menschen sind alle freundlich und auch Gaunereien – vor denen wir gewarnt wurden – haben wir zum Glück noch nicht erfahren.

Aufregungen gab’s allerdings schon und zwar um

Kreditartenverluste

Angefangen damit hat’s schon in Baja California, da hat jemand seine Karte wohl im Automaten stecken lassen, die Karte ist gesperrt, niemand hat versucht Missbrauch damit zu treiben. Dann wollte eine Dame in Antigua Guatemala Geld aus dem Automaten ziehen und hat aus Versehen die Karte in den Schlitz für die Quittungen gesteckt. Dort verschwand sie (die Karte) dann auf Nimmerwiedersehen. Unser damaliger Reiseleiter (der Oberschnuri Peter) hat sich aber sämtliche Beine ausgerissen und es tatsächlich fertig gebracht, dass ein Techniker aufgeboten wurde, der den Automaten aufgeschraubt und die Karte gerettet hat. Chapeau, ein Meisterstück – und das in einem Städtchen in Mittelamerika!!! Gestern nun an einer Raststätte kurz nach der Grenze wollten viele von uns Geld in der Landeswährung (wir sind jetzt bei Cordobas angelangt) vom Automaten ziehen, auch ich. Kaum hatte ich das Geld versorgt, fehlte meine Kreditkarte. Zu Dritt haben wir erst das Portmonnaie (Geldbeutel) Fach für Fach ganz genau untersucht, dann das selbe Spiel mit der Handtasche, die Karte blieb spurlos verschwunden. Im Hotel angekommen habe ich von der Lobby aus (im Zimmer war der Handyempfang zu schwach) die Karte gesperrt. Nach dem Nachtessen, als es ans Bezahlen der Getränke ging habe ich mit dem Portmonnaie rumgespielt und gemerkt da gibt’s ja noch ein Außenfach und was war darin versteckt? Ihr habt’s erraten: meine Kreditkarte. Entsperren ging zwar nicht mehr, aber ich habe noch eine zweite Karte. Ende gut alles gut.

Vulkane

Ein großer Teil meiner ReisegenossInnen sind heute früh auf einen noch aktiven Vulkan gestiegen um in den Krater sehen zu können. Ich habe  mich nicht getraut (500 Meter Aufstieg davon über 200 steile Kletterei) bei dieser Hitze mitzugehen. Dafür werdet Ihr jetzt  mit dem neusten Klatsch versorgt. Vulkane begleiten uns übriges schon seit Mexico, wir sind hier in einer tektonisch sehr unruhigen Zone unterwegs.

Heute Nachmittag werden wir eine Rumfabrik besuchen, inkl. Degustation (das gibt wohl eine lustige Runde) und anschließend werden wir noch zu heißen Quellen gebracht. Allerdings nicht um darin zu baden, das wäre höchstens für Hummern angesagt.

Morgen Vormittag schauen wir uns das Städtchen samt weltberühmter Kirche an, bevor es dann am Nachmittag weiter geht nach Granada, wo wir auch 2 Nächte verbringen werden.

Ihr seht, wir sind endlich, endlich beim Avanti-Tempo angekommen und hoffen natürlich, dass das so bleibt bis Feuerland.

Ich mache jetzt Schluss und gehe mich im Pool ein wenig abkühlen.

Seid alle ganz herzlich gegrüßt von Euerm Schreiberling,

Heidi

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